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ESO Guesthouse / Santiago de Chile

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Es ist jetzt 22:16 Uhr chilenischer Zeit (2:16 Uhr mitteleuropäischer Zeit) und ich wollte noch kurz bild-dokumentarisch den heutigen ereignisreichen Tag festhalten. Nach der Zwischenlandung in der 20-Millionen-Menschen-Agglomeration São Paulo ging es mit Swiss dann über die Anden, vorbei am Aconcagua, der mit knapp 7000 m der höchste Gipfel der Anden ist. Das Flugzeug befand sich zu dem Zeitpunkt schon im Landeanflug, so dass man den Berg gut sehen konnte. Die Höhe kann man aus dem Flugzeug natürlich schwer einschätzen — das geht dann besser von Santiago aus (Bilder siehe Album). Nach der Ankunft in Santiago war es bei der Gepäckrückgabe interessant zu sehen, was da außer normalen Koffern noch so alles ankam: Große Metallboxen mit Aufschriften diverser Forschungsorganisationen und Sportausrüstung mit “ANTARCTIC EXPEDITION” etwa.

Alle mussten dann beim Zoll ihr Gepäck (und sich selbst!) nochmals kontrollieren lassen — der Import von Lebensmitteln nach Chile ist verboten. Nachdem ich alle Kontrollen passiert hatte, suchte ich nach einem Herren mit einem großen blauen ESO-Schild. Am Flughafen gibt es allerdings zwei Ausgänge — und ich nahm den falschen. Dort stürzte sich eine Horde Taxifahrer und Hotel-Vermittler auf mich, die alle auch irgendwie zur ESO gehörten (behaupteten sie jedenfalls)… Nach kurzer Zeit kam dann der wirkliche ESO-Fahrer und fuhr mich in rasantem Tempo auf der Autobahn vom Flughafen nach Las Condes, dem östlichen Stadtteil Santiagos, in dem sich das ESO-Gästehaus befindet.

Dort wurde ich zunächst von einem sehr freundlichen, aber natürlich nur spanisch sprechenden Koch empfangen und zog mich erst mal auf mein Zimmer zurück. Kurz darauf kam ein Anruf von Sonia, die das Gästehaus im Wesentlichen wohl managt. Sie führte mich durch die durchaus weiten Anlagen, siehe Album.

Chile gilt zwar in Südamerika als sicherstes Land, aber gerade in Santiago sollte man nachts schon wissen, wo man sich bewegt. Wohl aus diesem Grund, ist der ganze Komplex von einer großen Mauer mit Stachelzaun umgeben…

Das Gebäude inklusive der üppigen Gartenanlagen (mit Swimming Pool!) hat die ESO vor über 30 Jahren erworben und damals darin die ersten ESO-Büros in Chile aufgebaut. Heute dient das Gebäude hauptsächlich als Zwischenabsteige für “Visiting Astronomers”, die auf dem Weg zu einer der vielen ESO-Astronomie-Plätze in Chile sind: La Serena (La Silla Observatory), Paranal (VLTI), San Pedro de Atacama (APEX, bald ALMA). Das eigentliche Hauptgebäude der ESO in Santiago ist heute an einem anderen Ort. Ich werde es in einer Woche sehen, wenn ich dort einen “lunch talk” halten werde

Im Hotelzimmer fällt einem dann noch auf, dass auf den Hotel-obligatorischen Sicherheitshinweisen Erdbeben an erster Stelle stehen…

Immerhin ist beim jüngsten Erdbeben letzte Woche für ein 7,7 (Richterskala)-Erdbeben vergleichsweise wenig passiert, insbesondere scheint es das dem Erdbeben nächste Teleskop, das VLT, nicht beeindruckt zu haben:

On November 14 at 12:41 LT an earthquake with magnitude 7.7 (Richter) with epicenter north of Antofagasta affected the north of Chile. In Paranal it was registered with a magnitude of 5.7, a peak ground acceleration of 0.6m/s2 and for a duration of approx 2 minutes. This has been the strongest earthquake since 1997, the first “high risk” earthquake since the start of operation of the VLT, and the first strong earthquake since the opening of the residencia. Neither injuries to the people nor damages to the installations have been registered. After extended checkout procedures, the regular night time operations have been resumed at the sunset. All the systems have been operated without restrictions, including all four UTs (with their instruments and the LGS) and the ATs with VLTI.
several other minor episodes have been registered in the following 24 hours without any impact on the normal VLT activities.

Um etwa 19 Uhr wurde dann als Appetizer vor dem Essen ein Pisco Sour in der Loggia serviert…

Dabei traf ich dann erstmals auch die anderen beiden Gäste, die hier derzeit wohnen: Der ESO-Personalchef Roland Block und eine Doktorandin aus Schweden, die in den nächsten Tagen ihre Beobachtungen in La Silla starten wird. Zum Dinner bei chilenischem Rotwein versammelten wir uns im Haus, die Chefin des Hauses, Sonia, stieß auch noch mit dazu und so war es eine nette internationale Runde.

So, das war’s dann mal für heute. Es ist 22:42 Uhr chilenischer Zeit. Morgen geht es früh los: Um 6 Uhr holt mich ein Taxi ab und bringt mich zum Flughafen in Santiago, von wo aus ich nach Antofagasta fliege; von dort werde ich wieder von ESO-Leuten abgeholt und zum Paranal gefahren werden. Dort oben habe ich dann noch zwei Tage Akklimatisierungs- und Vorbereitungs-Zeit; am Freitag horchen dann eine halbe Nacht lang zwei der großen Teleskope (UT3, UT4) auf mein Kommando! 🙂

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Kundenservice

Also gut, dass Deutschland kein Service-Land ist, wissen wir ja, auch wenn man das Wort “Service” seit einigen Jahren immer häufiger hört und liest. Aber wenn man es denn mal liest, äußert sich darin mitunter eine eher kuriose Vorstellung von Service. So zum Beispiel in einer Mail der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH, in der wir auf die jährliche Erfassung der Stromzähler hingewiesen worden sind:

Sie können mit Erhalt der E-Mail die Zählerstände selbst ablesen und uns diese im Online-Kundenservice unter http://www.wvv.de/kundenservice mitteilen.

Da fragt man sich dann doch, ob “Kundenservice” Service für oder vielleicht doch eher vom Kunden ist…

Novellierung des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek

Manchmal fragt man sich ja, was die diversen Politiker den lieben langen Tag so machen. In den nächsten Tagen werden sie zunächst damit beschäftigt sein, sich für etwa 100 Millionen Euro zu tagen — auf die handfesten Ergebnisse, die bald Umsetzung finden, darf man gespannt sein.

Aber, wenn sie das grad mal nicht machen, kommen sie noch auf andere lustige Ideen: Zum Beispiel wurde ja mit der Novellierung des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek eingeführt, dass alle deutschen Internetseiten in ebendieser Bibliothek gespeichert werden sollen. Das ist nun aber eigentlich nichts, wozu man ein Gesetz erlassen, Strafen (bis 10.000 Euro Ordnungswidrigkeit!) hinterlegen und bürokratische Formulierungen schaffen müsste. Man könnte es einfach so machen wie archive.org. Aber nein! Hoch lebe die Regulierung und mindestens ebenso hoch lebe die Unsicherheit und Unklarheit. Muss ich jetzt als privater Freizeit-Website-Macher meine Website abliefern? Soll tatsächlich jedes Internetforum jeden Beitrag bei der Nationalbibliothek abliefern?

Update (31.10.2008): Es geht ja doch anders! Die Nationalbibliothek hat ein Einsehen und verwendet (wie von mir vorgeschlagen ;-)) automatische Crawler, um Blogs und andere unregelmäßige Netzpublikationen für die Ewigkeit zu konservieren.

Neue Fahrradtour Würzburg – Volkach (Mainschleife)

Hier ist meine neueste Fahrradtour: Von Würzburg nach Volkach zur Mainschleife, etwa 80 km mit gut 760m Gesamtanstieg, die sich aber auf einige Kilometer hinziehen, so dass es gar nicht so sehr auffällt. Den GPS-Track kann man sich auf gpsies.com herunterladen. Hier ist eine Karte von der Tour und die detaillierte Beschreibung, die ich auf gpsies.com hinterlassen habe:

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Wir starten auf dem Main-Werra-Radweg in Würzburg und fahren über Versbach nach Rimpar (kurzer Abstecher zum Schloss Grumbach). Weiter geht’s nach Maidbronn (kurzer Abstecher zum Riemenschneider-Altar St. Afral). Anschließend überqueren wir die A7, weitere Orte sind Mühlhausen, Unter- und Oberpleichfeld. Nach Dipbach geht’s nochmal ein paar Meter hinauf, um es dann dafür durch den Wald nach Untereisenheim hinunter rollen zu lassen. Bei Fahr benutzen wir die Autofähre, um auf die andere Mainseite zu kommen (50 Cent pro Fahrrad, Stand: Mai 2007). An der Wallfahrtskirche Maria im Weingarten vorbei geht es dann nach Volkach. Von Volkach aus fahren wir die Mainschleife ab und überqueren dazu den Main-Kanal, bei Sommerach geht es aber wieder auf die linke Seite des Mainkanals. Bei Stadtschwarzach überqueren wir den Main ein letztes Mal und fahren entlang der B22 nach Dettelbach. Von dort aus geht es über Bibergau, Effelsdorf, Rottendorf, Gerbrunn zurück nach Würzburg.

Die meiste Zeit geht es auf Fahrradwegen durch die Landschaft, wenn der Fahrradweg auf der Straße verläuft, so ist es immer eine kleine, wenig befahrene Straße. Die Beschaffenheit der Fahrradwege ist bis auf wenige Ausnahmen sehr gut.

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