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Novellierung des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek

Manchmal fragt man sich ja, was die diversen Politiker den lieben langen Tag so machen. In den nächsten Tagen werden sie zunächst damit beschäftigt sein, sich für etwa 100 Millionen Euro zu tagen — auf die handfesten Ergebnisse, die bald Umsetzung finden, darf man gespannt sein.

Aber, wenn sie das grad mal nicht machen, kommen sie noch auf andere lustige Ideen: Zum Beispiel wurde ja mit der Novellierung des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek eingeführt, dass alle deutschen Internetseiten in ebendieser Bibliothek gespeichert werden sollen. Das ist nun aber eigentlich nichts, wozu man ein Gesetz erlassen, Strafen (bis 10.000 Euro Ordnungswidrigkeit!) hinterlegen und bürokratische Formulierungen schaffen müsste. Man könnte es einfach so machen wie archive.org. Aber nein! Hoch lebe die Regulierung und mindestens ebenso hoch lebe die Unsicherheit und Unklarheit. Muss ich jetzt als privater Freizeit-Website-Macher meine Website abliefern? Soll tatsächlich jedes Internetforum jeden Beitrag bei der Nationalbibliothek abliefern?

Update (31.10.2008): Es geht ja doch anders! Die Nationalbibliothek hat ein Einsehen und verwendet (wie von mir vorgeschlagen ;-)) automatische Crawler, um Blogs und andere unregelmäßige Netzpublikationen für die Ewigkeit zu konservieren.


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