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Öffentlicher Vortrag am Gymnasium Penzberg, Samstag, 16. März

Vortragsankündigung: Das Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße

Samstag, 16. März 2013, 10:00 Uhr im Atrium des Gymnasiums Penzberg (Eintritt kostenfrei)

Es gibt eigentlich kaum mehr Zweifel, dass schwarze Löcher tatsächlich im Weltraum existieren. Und doch fehlt bislang der unumstößliche Beweis, dass es sie gibt. Genau hier setzt das neuartige Instrument “GRAVITY” an, das derzeit unter der Leitung des Garchinger Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik entwickelt wird. Das primäre Ziel dieses Instruments wird das Zentrum unserer Milchstraße sein, das so genannte Galaktische Zentrum, wo sich das wohl am besten untersuchte supermassereiche Schwarze Loch befindet. Durch jahrelange Detailarbeit wurden viele Sternorbits im Galaktischen Zentrum genau vermessen und damit die Masse des zentralen Objekts auf 4,31 Millionen Sonnenmassen bestimmt — und zwar auf wenige Prozent genau. Mit der Auflösung von “nur” einem der 8,2 Meter großen Teleskope des Very Large Telescope (VLT) ist weiterer Fortschritt jetzt aber nur noch langsam möglich. Daher soll nun das Licht aller vier Großteleskope des VLT in der chilenischen Wüste kombiniert werden, um eine Auflösung von etwa 10 Mikrobogensekunden zu erreichen — das entspricht der Größe einer Euro-Münze auf dem Mond! Damit wird es möglich sein, die Physik in der Nähe des Ereignishorizonts zu untersuchen und zu klären, ob es sich wirklich um ein schwarzes Loch handelt und welche Eigenschaften das Schwarze Loch hat.

Dr. Leonard Burtscher war ein Schüler des Gymnasiums Penzberg (Abiturjahrgang 2001), studierte dann Physik in Würzburg und Edinburgh (Schottland) und promovierte schließlich am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg über Aktive Galaxien und Interferometrie. Derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München.

Das Galaktische Zentrum
Das zentrale Parsec unserer Galaxie, der Milchstraße, im Infraroten. Bereits auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass es sich hier um eine komplexe Region mit vielen unterschiedlichen Sterntypen, Nebeln und Schockwellen handelt. Bild: S. Gillessen et al., MPE, Garching

 


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